Warum 110 Volt in US-Verkaufsstellen oder "Lassen wir den Mörder nicht ins Haus"

Warum 110 Volt in US-Verkaufsstellen oder "Lassen wir den Mörder nicht ins Haus"

Im gegenwärtigen Zeitalter der Globalisierung strebt die ganze Welt nach einheitlichen Standards, und die Vereinigten Staaten denken nicht einmal daran, ihren eigenen Spannungsstandard für 110-Volt-Haushaltssteckdosen (in Wirklichkeit 120 Volt) aufzugeben. Was ist der Grund für einen solchen Konservatismus?

Zunächst ein wenig Geschichte. Obwohl der elektrische Generator bereits 1831 erfunden wurde, war er für normale Menschen lange Zeit absolut nicht interessant - es gab keine elektrischen Haushaltsgeräte. 1879 erhielt der Erfinder Thomas Edison ein Patent für eine Glühbirne mit einer fantastischen Lebensdauer - 40 Stunden!

Thomas Edison und die erste Serienlampe.
Thomas Edison und die erste Serienlampe.

Als Spirale verwendeten sie karbonisierte Bambusfäden, für die das optimale Leuchten 90-100 Volt betrug. Mit zusätzlichen 10 Volt für Drahtverluste patentierte Edison ein 110-Volt-Gleichstromversorgungssystem für Wohngebäude. Dies wurde zum Standard für die Energieversorgung in den Vereinigten Staaten.

Es ist unmöglich, eine konstante Spannung weit zu übertragen - es gibt zu viele Verluste in den Drähten, daher wurden in jedem Stadtteil Gleichstromdampfkraftwerke gebaut. Das Elektrifizierungsgeschäft von Edison für Privathaushalte florierte, bis Nikola Tesla den Drehstromgenerator und den Dreiphasentransformator patentierte. Dies ermöglichte die Übertragung von Elektrizität über große Entfernungen mit minimalen Verlusten.

Teslas Patente wurden vom Industriellen George Westinghouse gekauft und begannen, amerikanische Häuser mit 110 Volt zu elektrifizieren.

Geschäftspartner Nikola Tesla und George Westinghouse.

Begann, wie sie jetzt sagen, "The War of Standards", in dem, wie Sie wissen, alle Mittel gut sind. Edison erwies sich im Umgang mit einem Konkurrenten als ausgefeilter. Er befahl, Demonstrationsshows in Städten abzuhalten. Sie fingen einen streunenden Hund und schlossen ihn an eine konstante Spannung an. Der Hund zitterte, aber er blieb am Leben. Dann schlossen sie es an eine Wechselspannung an, wo der Hund sofort mit dem widerlichen Geruch von verbranntem Haar starb. Es gab kein Ende für diejenigen, die diesen Zhivodestvo sehen wollten. Das Geheimnis des Fokus war einfach: An den Hund wurde eine Wechselspannung mit einem Wert von etwa 1000 Volt angelegt.

Edison überzeugte die US-Behörden, den elektrischen Stuhl zur Hinrichtung von Kriminellen zu verwenden. Sobald das Gesetz verabschiedet war, wurde er der erste Lieferant von Gefängnissen.

Edisons elektrische Gefängnisstühle waren ausgestattet mit... Lichtmaschinen von Westinghouse hergestellt. Edisons Unternehmen startet sofort eine Werbekampagne unter dem Motto "Lassen wir den Mörder nicht ins Haus". Selbst als Westinghouse Edison verbot, seine Generatoren zu verkaufen, kaufte Edison weiterhin über Zwischenhändler.

Trotz aller Bemühungen von Edison setzte sich die Wechselstromversorgung durch - die technischen Vorteile waren zu groß.

Der Spannungswert von 110 Volt war gut, bis es leistungsstarke elektrische Haushaltsgeräte gab. Um die Verluste im Stromnetz zu verringern, wurde eine originelle Lösung gefunden: Die elektrische Verkabelung in Häusern wurde dreidrahtig ausgeführt: ein gemeinsamer Draht und zwei Phasendrähte. Bezogen auf den gemeinsamen Draht an jeder Phase 110 Volt und zwischen den Phasendrähten 220-240 Volt (Netzspannung).

Leistungsstarke Elektrogeräte (Klimaanlagen, Elektroöfen, Waschmaschinen) sind an die Netzspannung angeschlossen.

Gegenüber dem europäischen 220-Volt-Standard hat das US-amerikanische Stromnetz einen Vorteil: versehentliches Berühren des Kabels Steckdosen sind viel seltener tödlich, weil Eine Person fällt relativ unter eine Spannung von 110-120 Volt "Land".

Seit 1962 sind alle neuen Stromnetze in den USA nur an die Spannung angeschlossen 120 Volt (Unter Berücksichtigung der Toleranz ergibt sich eine Spannung von 114 bis 126 Volt). Aber Menschen sagen aus Gewohnheit dasselbe "110 Volt Steckdose". Übrigens haben auch wir jetzt Steckdosen nicht 220, sondern 230 Volt, laut GOST 29322-2014, aber wir sagen aus Gewohnheit "220".

Es besteht ein Missverständnis, dass die Vereinigten Staaten ihren Markt damit vor ausländischen Herstellern schützen. Der Spannungsunterschied in der Steckdose ist für die Hersteller seit langem kein Problem mehr. Alle Geräte, die sich noch auf dem Förderband befinden, werden für ein bestimmtes Lieferland hergestellt. Ebenfalls im Angebot sind Netzteile für jede Spannung und jeden Strom. Schaltnetzteile moderner Geräte sind für eine Stromversorgung von 100 bis 240 Volt ausgelegt

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