Wie Ingenieurswissen das Finanzamt überlistete.

Solange es Waren-Geld-Beziehungen auf der Erde gibt, ist der Kampf zwischen den Produzenten und den Steuerbehörden so groß. Einige haben die Aufgabe, alle anfallenden Steuern einzuziehen, andere haben die Aufgabe, diese Steuern zu vermeiden und gleichzeitig rechtlich „sauber“ zu bleiben.

Für ein Beispiel muss man nicht weit gehen. Nehmen Sie zum Beispiel Radiogeräte und insbesondere Fernseher. Wie viele in Russland hergestellte Fernseher haben wir im Angebot? Rechtlich sind die Geschäfte komplett russische Fernseher, nur ihre Marken sind nicht-russisch: LG, JVC, Toshiba, Sharp, Erisson, Thomson, Daewoo, Philips, LG, Samsung, Telefunken usw.

Wie Ingenieurswissen das Finanzamt überlistete.

Alles ist ganz einfach: In einem Fernsehwerk in China oder Korea werden fertige Module in einen Container gepackt und nach Russland transportiert. In der russischen "Fernsehfabrik" werden diese Module durch das Drehen von zwei Dutzend Schrauben zusammengebaut und der Fernseher wird legal "Made in Russia". Den Dokumenten zufolge wurden nur Teile nach Russland importiert. Mit einem solchen Trick der Hersteller können Sie Zollgebühren erheblich sparen.

In vielen Ländern wird noch immer eine Radio- und Fernsehsteuer von der Bevölkerung erhoben. Außerdem ist es sinnlos, nachzuweisen, dass Sie zu Hause keinen Fernseher haben – die Steuer müssen Sie trotzdem bezahlen. Wenn Sie nicht zahlen, wird sofort eine Geldstrafe auferlegt und kann sogar ins Gefängnis kommen.

In der UdSSR existierte eine solche Steuer auch bis 1962 und betrug 3 Rubel 60 Kopeken. Die Geldstrafe für Steuerhinterziehung betrug 5 Rubel. Am 1. Januar 1962 wurde die Steuer abgeschafft, aber die Preise für Radios wurden um 15 % und für Fernseher um 20 % angehoben.

Das "lustigste" war in Deutschland. Sie führten nicht nur eine Radiosteuer ein, sondern machten diese differenziert: Je luxuriöser das Radio, desto höher die Steuer.

Auf den ersten Blick ist die Entscheidung sehr fair: Je reicher der Käufer ist, desto mehr Steuern müssen von ihm abgezogen werden, andererseits reduziert diese Steuer die Nachfrage nach hochwertigen Radios.

Doch wie wurde der Luxusgrad eines Radios bestimmt? Steuerbeamte sind einfache Leute, daher wurde die Methode sehr einfach gewählt: Zählen Sie die Anzahl der Radioröhren in einem Radioempfänger. Glücklicherweise stiegen die Lampen dann wunderschön über dem Körper auf.

Der Ingenieur Manfred von Ardenne arbeitete in einer kleinen Firma zur Herstellung von Funkempfängern. Wie jeder deutsche Staatsbürger war er sehr empört über die hohe Besteuerung von Rundfunkempfängern. Eines schönen Tages bekam er Besuch von einer genialen Idee: Wenn das Finanzamt die Anzahl der Radioröhren zählt, warum dann nicht den gesamten Radioempfänger in einer großen Radioröhre versammeln!

Er teilte seine Ideen mit dem Management und erhielt sofort die Zustimmung: Eine niedrige Steuer wird die Nachfrage nach Produkten erhöhen. Als Grundlage für seine Entwicklung nahm Manfred von Ardenne einen dreiflammigen Funkempfänger wie diesen:

und kombiniert in einer Glühbirne alle drei Lampen, zwei Kondensatoren und drei Widerstände. Das Ergebnis ist eine Röhren-"integrierte Schaltung"

Außerhalb der Röhre blieben nur die Eingangsschwingspulen, Kopfhörer und Stromversorgungsbatterien.

Die Lampe wurde benannt Loewe 3NF, und das Radio wurde unter dem Markennamen produziert Loewe Radio OE 333

Die Kunden erkannten schnell, dass sie ein gutes Radio kaufen und trotzdem minimale Steuern zahlen konnten. Die Nachfrage nach einem Radioempfänger wuchs täglich. Wir mussten die Produktion dringend erweitern. Bald fingen sie an, eine Radioröhre zu verkaufen Loewe 3NF separat, für diejenigen, die das Radio selbst zusammenbauen möchten.

Die Konkurrenten mochten das Aussehen einer solchen Innovation nicht sehr und begannen, die Erfindung zu diskreditieren, wobei sie sich auf das Wesentliche konzentrierten Nachteil: Wenn der Glühfaden einer Lampe durchbrennt, müssen Sie zwei andere gebrauchsfähige Lampen, die sich gemeinsam befinden, wegwerfen Flasche.

Die Firma neutralisierte schnell die Anti-Werbung, indem sie ankündigte, die ausgebrannten Lampen zu ersetzen. Loewe 3NF zum üblichen Preis.

Bald begannen sie, eine neue Radioröhre zu produzieren 2HF eine ähnliche Technologie verwenden. In der Lampe befanden sich zwei Tetroden, zwei Widerstände und ein Kondensator. 2HF war als Hochfrequenzverstärker für einen Funkempfänger gedacht. Verwendung von zwei Lampen 2HF und 3NF es war möglich, ein fünfflammiges Radio zusammenzubauen!

Später beherrschte das Unternehmen die Produktion einer noch fortschrittlicheren Radioröhre. WG36

Ich glaube, dem deutschen Finanzamt gefiel die schlaue Erfindung des Ingenieurs Manfred von Ardenne wirklich nicht, aber rechtlich hat das Unternehmen nicht gegen das Gesetz verstoßen und die Beamten mussten sich nur mit der neuen Realität abfinden.

Mit dem Aufkommen des Fernsehens haben Beamte ein neues Anliegen: nach Bürgern zu suchen, die die Steuer auf das Fernsehen hinterziehen. Hunderte von Spezialfahrzeugen fuhren durch die Siedlungen auf der Suche nach dem Signal eines funktionierenden Fernsehers

1931 präsentiert Manfred von Ardenne auf der 8. Berliner Funkausstellung die erste in Welt des vollelektronischen Fernsehens, gemeinsam entwickelt vom britischen Ingenieur John Logie Byrd. In den 50er Jahren das Unternehmen Loewe startete die Produktion des ersten eigenen Kassettenrecorders.

Natürlich machte sie weiterhin Radios, außen schick und innen fantastisch.

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