Funkempfänger der UdSSR für besondere Zwecke

Funkempfänger der UdSSR für besondere Zwecke

Eine erstaunliche Tatsache: Diese Radios wurden in der UdSSR in Massenproduktion hergestellt, aber nur wenige haben sie gesehen. Diejenigen, die sie zufällig benutzten, träumten sicherlich davon, sie für den persönlichen Gebrauch zu bekommen, aber diese Radios wurden nicht in Geschäften verkauft. Sie wurden auf die Militäreinheiten der UdSSR verteilt und als „Kombiwaffenempfänger“ eingestuft.

Schließlich brauchte auch das Personal der Militäreinheiten Informationen. Der Zeitungsstapel im Leninzimmer ist sicher gut, aber manchmal möchte man einfach nur die Nachrichten hören. Um die Arbeit der politischen Ausbilder vor Ort zu erleichtern, ordnete das Verteidigungsministerium die Schaffung von Spezialfunkgeräten an, die unter allen Bedingungen funktionieren können.

Die ersten kombinierten Waffenradios taten genau das: In einem eisernen Gehäuse alle Knöpfe und Schalter von militärischer Ausrüstung. Es riecht hier nicht nach Schönheit, ist aber zuverlässig und funktional.

Hier ist ein kombiniertes Waffenradio RPU-1 ein visuelles Beispiel für den "militärischen" Stil.

Wer gerne Edelmetalle aus Funkkomponenten gewinnt, sucht nun nach solchen Funkempfängern. Sie nennen sie nichts anderes als "Silberbar", für den reichlichen Silbergehalt in den Details.

Erst Mitte der 60er Jahre wurde klar, dass der militärische Stil von Funkempfängern in Friedenszeiten nicht sehr praktisch war. Bei der Entwicklung einer neuen Serie von Funkempfängern wurde bereits versucht, diese "ziviler" zu gestalten. So entstanden Markenradios "MP-64" (Meise)hergestellt seit 1967:

Das Druckgussgehäuse schützte das Radio nicht nur zuverlässig im Feld, sondern wurde auch mit einem robusten Gehäuse im Portfolio-Stil geliefert.

Das Kurioseste von allen ist die Reihe der Funkempfängerbänder: Neben den Standard-Lang- und Mittelwellen gibt es vier weitere Kurzwellenbänder von 49, 31, 25 und 19 Metern. Es stellte sich heraus, dass man darauf problemlos "Voice of America" ​​oder "Russian Air Force Service" hören konnte.

Das Radio erhielt den Namen "Meisen" von einer speziellen Stromquelle

Batterieabmessungen "Meise" als zwei KBS (3336L)und die Kapazität ist neunmal höher.

In den frühen 70er Jahren änderte das Militär aus irgendeinem Grund seine Vorlieben: Die Entwicklung neuer Radios aus dem Radiowerk Rjasan wurde auf das Radiowerk Dnepropetrovsk übertragen. Dort entstand ohne lange nachzudenken ein Funkempfänger auf Basis der bewährten Orion- und Geolog-Funkempfänger. 1974 begannen sie mit der Produktion eines Militärradios unter dem Markennamen "LEUCHTTURM". Der Funkempfänger unterschied sich zwar äußerlich und schematisch vom MP64, die Reichweiten blieben jedoch gleich.

Dieses Radio war in den glorreichen Tagen meines Militärdienstes in unserer Kaserne. Es wurde viele Male fallen gelassen und sogar die Leiche wurde gebrochen, aber das Radio ertrug heldenhaft diese Strapazen des Dienstes und funktionierte weiterhin ordnungsgemäß.

Das UKW-Sendenetz wurde im Land aktiv ausgebaut und der UKW-Bereich ist bereits in der neuen Modifikation des Radioempfängers erschienen.

Eine lustige Situation stellte sich mit einer anderen Idee des Funkwerks Dnepropetrovsk heraus - einem Funkempfänger mit kombinierten Waffen "Woschod-303".

Funkbasiert Orion-302, es unterschied sich nur in den Grenzen der Sortimente und... wurde für den Export ins Ausland geliefert:

Das ist das Leck von "militärischer Technologie".

Der vielleicht beste Funkempfänger aus der kombinierten Waffenserie war "INTEGRAL". Seine Veröffentlichung wurde in den frühen achtziger Jahren festgelegt.

Die Besonderheit des Modells war das in drei Skalen unterteilte Stimmsystem. In einem separaten Fenster der UKW-Bereich mit einem individuellen Abstimmpfeil und einem separaten Pfeil für Lang- und Mittelwelle. Darüber hinaus werden die durchschnittlichen Wellen in zwei Unterbänder unterteilt.

In einem separaten Fenster gibt es eine Abstimmanzeige für bis zu sieben HF-Subbänder!!! (13m, 16m, 19m, 25m, 31m, 41m, 49m). Ein seltener ziviler Empfänger könnte sich eines solchen Sets rühmen.

Beim Erstellen der Schaltung haben wir uns einige Lösungen vom hochwertigen Funkempfänger „Leningrad“ ausgeliehen, wodurch die Empfindlichkeit deutlich gesteigert werden konnte. Die Schaltung ist in Funktionsblöcke unterteilt und die Module sind mit separaten Gehäusen abgeschirmt. Nun, wie es sich für militärisches Gerät gehört, sind alle Funkempfängerplatinen mit einer speziellen Beschichtung geschützt.

Der Empfänger verfügt über einen Eingangsüberlastungsschutz, eine geräuschlose Abstimmung mit einstellbarer Schwelle, eine Umschaltung der Zwischenfrequenzverstärkerbänder auf 6, 9 und 12 kHz, eine leichte Anzeige der Feinabstimmung. Im Kurzwellenbereich wird ein Doppelwandler-Lokaloszillator verwendet.

Zwei Lautsprecher des Receivers liefern trotz des stromsparenden ULF einen recht ordentlichen Klang.

In diesen Jahren war es sehr beliebt, All-Wave-Radios mit einem Zeitzonenrechner auszustatten. Es gibt auch eine Weltkarte mit einer Aufschlüsselung nach Zeitzonen.

Im geschlossenen Zustand sieht „Integral“ eher aus wie ein „Diplomaten“-Koffer.

Alle diese Radios konnten nicht im Laden gekauft werden - sie wurden nicht für den Einzelhandel geliefert, sondern wurden in der Armee ausgestellt politische Instruktoren, damit diese im Personal Aufklärungsarbeit leisten können, um die politische Alphabetisierung. Als Soldaten hörten wir uns gerne verschiedene Konzerte an. Dies war für uns der Hauptwert dieser Ausrüstung.

Diese Radios werden jetzt aktiv auf verschiedenen Auktionen verkauft. "Russisches Militär" ist bei ausländischen Sammlern ständig gefragt. Der Preis kann bei gutem Aussehen und Reisepass mehrere Zehntausend Rubel erreichen.

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