Der Standard der Designkultur der UdSSR - "Sonata 201"

Wahrscheinlich ist jeder von uns schon einmal auf eine solche Situation gestoßen: Eine Sache oder Ausrüstung ist schick, aber nachlässig gemacht und versucht, an allem zu sparen. Hier fiel mir die Ausrüstung in die Hände, die man getrost als Standard der Designkultur der UdSSR bezeichnen kann.

Die Produktion von tragbaren Radioempfängern im Radiowerk Leningrad begann 1960 mit einem kleinen Taschenempfänger "Neva". 1964 wechselte das Werk zu einem verbesserten Almaz-Modell, aber das waren einfache Dual-Band-Funkgeräte. Die Nachfrage der Verbraucher war bereits anspruchsvoller und verlangte nach kompakten tragbaren Allwellenradios. Die Designer standen unter anderem vor der Aufgabe, das Design des Bereichsschalters zu wählen.

Der Standard der Designkultur der UdSSR - " Sonata 201"

Die Trommelstruktur, die bei den berühmten Speedol-Radios gut funktionierte, war zu groß. Designteams gingen unterschiedliche Wege. Auch bei Röhren-Receivern behielten die Rigaer Designer ihre Liebe zu Schiebeschaltern bei und verwendeten dieses Design im neuen Dreiband-Receiver „BANGA“

Die Designer des Moskauer Radiowerks, die die Sonata kreierten, fegten einen so unzuverlässigen und veralteten Schalter weg und verwendeten einen geschlossenen Keksschalter, um die Reichweiten zu wechseln. Für die 60er Jahre war es nur eine Revolution in der Elementbasis der Haushaltsgeräte

Der Funkempfänger bot Empfang in vier Bändern: DV, SV, KV-1, KV-2. Diese erfolgreiche Lösung wird später in vielen anderen sowjetischen Funkgeräten eingesetzt.

Bei der nächsten Modernisierung wurden die Terms of Reference herausgegeben, um die Anzahl der HF-Teilbereiche zu erhöhen, und die Konstrukteure wechselten zu P2K-Schaltern, die in diesen Jahren auf dem Höhepunkt der Popularität standen. Neues Radio "Sonate-201" vorgesehen Empfang in sechs Bändern DV, SV, KV-1, KV-2, KV-3, KV-4.

Und nun schauen wir uns das Design des Empfängers genauer an:

Sitze am Körper, an der Stelle, wo der Tragegriff angebracht ist, haben die Form einer Stufe. Dieser unauffällige Trick bewahrt den Griff vor dem Abbrechen bei einem Seitenaufprall.

Das Problem bei tragbaren Radios sind die verlorenen Einstellknöpfe. Schauen Sie sich Avito an, die gleichen berühmten "Oceans" - die Hälfte von ihnen wird ohne Griffe verkauft. Die "Sonata-201" hat kleine zusammengesetzte Griffe, der Strom ist ebenfalls mit zwei Schrauben auf der Achse befestigt.

Dünne Drähte von den Spulen auf der Ferritantenne gehen zuerst zu den Adapterplatinen und von dort zu der Platine mit Litzen.

Die Ferritantenne selbst wird mit einer Schelle an der Schraube fest angezogen.

Die Stromversorgung des Funkempfängers ist universell: Sie können zwei "flache" Batterien KBS (3336) oder eine 7D-0,115-Batterie verwenden, oder Sie können auch eine Krona verwenden. Sie haben unterschiedliche Anschlussklemmen, aber alles ist einfach entschieden: Ein spezieller Behälter ist im Funkgerät enthalten.

Die gesamte Schaltung ist auf zwei Platinen aufgebaut. Die Platinen sind nicht direkt am Gehäuse befestigt, sondern an einem robusten und leichten Rahmen aus einer Metalllegierung. Dies rettet nicht nur die Platinen, wenn das Funkgerät herunterfällt, sondern verleiht dem Gehäuse auch Festigkeit.

Nun, jetzt das Wichtigste: Achten Sie auf die Anordnung der Teile auf der Platine

Ich habe noch nie eine so ideale Anordnung bis zum Perfektionismus gesehen, selbst bei der Ausrüstung bedeutender ausländischer Firmen.

Unwillkürlich erinnert man sich an die Weisheit, die uns der Professor an der Universität gesagt hat: "Ein schön ausgeführtes Design kann nicht schlecht funktionieren."

Hier ist so ein wunderbarer Radioempfänger, der von den Designern des Leningrader Werks "Radiopribor" entworfen wurde. schon 1971. In drei Jahren beherrschen sie auch die Produktion eines Radioempfängers der Spitzenklasse. "Leningrad-002".

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